In der Geschichte des Buches freut sich Swantje auf das Frühlingsfest. Hier wird dir die Bedeutung dieses Festes erklärt!

Frühlingsfest

Am 21. März feierte man die TagundNachtgleiche. Das bedeutet auch heute noch: an diesem Tag gibt es 12 Sonnenstunden und 12 Nachtstunden. Die Germanen zündeten dazu ein Feuer an, um den Winter zu verbrennen.

Man glaubte, dass das Feuer eine reinigende Wirkung hätte und die keimende Saat vor bösen Geistern schützte. Die Asche wurde dabei auf die Felder verteilt.

Osterfeuer

Quelle des Bildes: Hollicher Osterfeuer 2009 - fotografiert von Ulrike Karau

Vom germanischen Fest zu Ostern

Dieser Brauch wurde später von den Christen übernommen. Karl der Große legte fest, dass die Christen den Sonntag nach Frühlingsvollmond Ostern als das Fest der Auferstehung Jesus Christus feiern.

Das Wort Ostern leitet sich dabei von "Osten" ab. Hier ging die Sonne auf. Und das leere Grab Jesu wurde früh am Morgen, als gerade die Sonne aufging, entdeckt.

Eine Göttin Ostara, von der auch heute noch gerne erzählt wird (ihr Lieblingstier war angeblich der Hase), hat es bei unseren Vorfahren nicht gegeben.

Mitwinternacht - Die Wurzeln von Weihnachten

Weil der 24. Dezember der erste Tag ist, der wieder länger wird, feierten die Germanen an diesem Tag das Fest der Wintersonnenwende: die Wiedergeburt des Lichtes. Zwölf heilige Nächte folgten damals der Mitwinternacht. Sie hießen die "wiehen nachten", woher unser Wort Weihnachten kommt.

Und weshalb das Wort "Weihnachten" eine Mehrzahlbildung ist, dem Wortsinn nach also mehrere Nächte meint.

Der Missionar Bonifatius wandelte dieses Fest um in ein christliches Fest, nämlich das der Geburt Jesu.

Die Festlegung des Geburtstages Jesus Christus (des wahren Lichtes der Welt) auf den 25. Dezember geschah erst viele Jahre, nachdem Jesus gelebt hat. Dass wir in Deutschland schon den 24. Dezember als den Heiligabend feiern, hat also mit der Tradition der Germanen zu tun.

Rauhnächte

Die vier wichtigsten Rauhnächte wurden am 21. Dez., 24. Dez., 31. Dez. und am 5. Januar gefeiert.

Es ist eine Zeit der Geisteraustreibung und -beschwörung. Nach dem Glauben der Germanen ritt Wodan mit seinen toten Kriegern durch die Wälder und die Germanen blieben daher lieber in ihren Häusern, die sie mit grünen Zweigen schmückten.

Karl der Große ließ jeden, der die alten Riten feierte, mit dem Tode bestrafen.

Faselzeit - Vom germanischen Fest zum Karneval

Ende Februar feierten einige germanische Volksstämme das Ende des harten Winters mit einem Ausmaß an Lebendigkeit. Heute kennen wir noch die daraus entstandene Fastnacht – den Karneval.

Bonifatius, der Apostel der Deutschen, führte im Jahre 743 die Fastenzeit ein. Christen war es in dieser Zeit bis Ostern verboten, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Wein zu essen und zu trinken.

Walpurgisnacht - Der Tanz in den Mai

Am 30. April feiern wir auch heute noch den "Tanz in den Mai". Bei den Germanen feierte man mit Freudenfeuern und befragte die "weisen Frauen" – die "Hagazussen" – die "Hexen" nach der Zukunft.

Von weisen Frauen zu bösen Hexen

Mit Beginn der Christianisierung wurden die "weisen Frauen" aber als böse Hexen bezeichnet, die man vertreiben musste.

Walpurga ist aber keine Hexe, wie du nun vielleicht vermutest, sondern eine Heilige, deren Gedenktag der 1. Mai ist.

Mittsommer - Johannistag

Am 21. Juni haben wir die kürzeste Nacht des Jahres. Die Germanen feierten wieder ausgiebig. Zur sommerlichen Tag-und Nachtgleiche wird ein Feuer entzündet.

Dabei galten die Kräuter, die sie an diesem Tag sammelten, als besonders heilkräftig.

Der Johannistag

Seit der Christianisierung wird dieses Fest mit dem 24. Juni verbunden, dem Tag Johannes des Täufers (Johannistag). Nach ihm wurden viele Kräuter benannt, wie z.B. das auch heute noch bekannte Johanniskraut. Du kennst aber auch sicherlich Johannisbeeren!

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