Irminsul – Säule des Volkes - Weltensäule
Als Hauptheiligtum der heidnischen Germanen und Sachsen gilt die IRMINSUL (nach dem Kriegsgott Irmin, dem Gewaltigen, benannt).
Sie wird auch Irmensul oder Irmensäule genannt und gilt als die "Säule des Volkes".
Es handelt sich bei diesem Heiligtum um eine große Holzsäule mit neun Ästen. Sie ist das Sinnbild für den Weltbaum und bildete für die Germanen das Weltall ab. Der Baum galt als Verbindung zwischen Himmel und Erde und wurde von unseren Vorfahren verehrt.
Die neun Welten der Germanen:
- Asgard = Himmel
- Hel = Totenstätte
- Midgard = Welt der Menschen
- Ljossalfhe = Welt der Lichtelben
- Vanaheim = Welt der Vanen
- Jötunheim = Welt der Riesen
- Muspelheim = Welt des Feuers
- Niflheim = Welt der Zwerge
- Svartalfheim = Welt der Dunkelelben
Quelle: Wikipedia
Das Buch und der Film Herr der Ringe lässt diese Welten lebendig werden.
Die Irminsul hatte für die Germanen eine ähnliche Bedeutung und ähnlichen Wert wie das Kreuz für die Christen. Irminsäulen standen oft auf Volksversammlungsplätzen, etwa so wie heute in vielen Innenstädten eine Kirche steht. Die alten Germanen versammelten sich im Schatten einer Irminsul. Sie hofften dadurch im Schutz der Götter zu stehen. Um die Irminsul herum wurden Gerichtsversammlungen abgehalten, es fanden Märkte statt und wichtige Treffen der Gemeinschaft.
Die geschichtlich bekannteste Irminsul, die nahe der sächsischen Hauptfestung Eresburg in Westfalen stand, wurde von den Franken auf Veranlassung Karls des Großen im Jahre 772 während der Sachsenkriege zerstört. Kaiser Karl wollte das Heidentum ausrotten und hat daher dieses wichtige Symbol für den germanischen Glauben zerstört.