Vielleicht hast du ja über das Radio oder eine Zeitung/Zeitschrift von diesem Buch und dieser Internetseite erfahren. Hier stellen wir dir alle bisher erschienenen Artikel noch einmal vor:

Radio RST: Interview

Radio RST Interview

Ein spannendes Interview mit der Autorin Ulrike Karau über das Buch "Die Kinder vom Sachsenhof" und die Geschichte unserer Region.

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Westfälische Nachrichten – 14.11.2009

Kinder-Uni: Lesung in der Volkshochschule Ochtrup

Es ist die Zeit Karls des Großen, vor über 1200 Jahren. Damals hießen die Menschen, die im Gebiet des heutigen Kreises Steinfurt lebten, noch Sachsen. Sie glaubten an viele Götter - wie Wodan, Freya und Donar. Und sie kämpften in den Sachsenkriegen gegen Karl, der sie christianisieren wollte.

Es war eine spannende Zeitreise, auf die Ulrike Karau die Teilnehmer der Kinder-Uni am Donnerstagnachmittag in der Villa Winkel mitnahm. Die Grundschullehrerin und Autorin aus Steinfurt las aus ihrem Buch "Die Kinder vom Sachsenhof" vor.

Und gemeinsam mit den Kindern tauchte sie ein in das damalige Leben. Sie begleitete ihre Hauptfigur, die kleine Swantje und ihre Familie, erzählte, dass die Sachsen auch einmal England besiedelt haben und begründete damit einleuchtend die Nähe des Deutschen zur englischen Sprache. Schnell fanden die Kinder aktuelle Wörter, die aus der Zeit vor über 1200 Jahren stammen. Beispiel: Das englische Wort für Fenster ("window") kommt von dem Wort "Windauge". So nannten die Sachsen den Rauchabzug im Wohnhaus. Oder auch die Ähnlichkeit der Wochentage Donnerstag und Freitag mit den Namen der Götter Donar und Freya. Begeistert machten die Kinder mit.

Sie erfuhren, dass ein Giebel aus gekreuzten Pferdeköpfen zur Zeit der Sachsen vor bösen Geistern schützen sollte. "Auch heute findet man diese Pferdeköpfe noch", erzählt Ulrike Karau. Und den Kindern fällt es auch gleich auf: das Logo der Volksbank.

Es ist wohl so, wie Guido Dahl am Anfang der Veranstaltung gesagt hatte: "Geschichte lernt man am besten durch Geschichten".

Die Geschichte des sächsischen Herzogs Widukind, der gegen die Christianisierung und Karl den Großen in den Krieg zog, begeisterte die Kinder besonders. Der Herzog von Sachsen ließ sich nach seiner Niederlage taufen. Karl der Große soll dabei sein Pate gewesen sein. Als Taufgeschenk übergab ihm der deutsche Kaiser ein weißes Pferd. "Kennt ihr dieses weiße Pferd irgendwo her?", will Ulrike Karau von den Mini-Studenten wissen. Als sie die Fotos des westfälischen Wappens und der NRW-Landesfahne an die Wand projiziert, fallen die Groschen reihenweise. Natürlich, das weiße Pferd taucht auf beiden Fahnen auf.

Mit der Niederlage der Sachsen gegen Karl beginnt die Christianisierung auch in unserer Gegend. Als die Kinder nach etwas über einer Stunde wieder in die Gegenwart zurückkehren, wirken sie fast ein bisschen enttäuscht, dass die Zeitreise schon zu Ende ist. Aber: Es gibt schließlich das Buch "Die Kinder vom Sachsenhof" zum Nachlesen, eine Internetseite für weitere Infos und den "echten" Sachsenhof in der Nähe von Greven, auf dem Führungen angeboten werden.

VON ALIX SAUER, HAVIXBECK

Wochenanzeiger vom 8.7.09

Wochenanzeiger Artikel

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Westfälische Nachrichten – 2. Oktober 2009

Klassenfahrt ins 8. Jahrhundert

Burgsteinfurt - Ulrike Karau, Lehrerin und Autorin des Buches "Die Kinder vom Sachsenhof - Wie unsere Vorfahren von den Göttern zu Gott fanden", hat im Frühjahr dieses Jahres ihr Buch herausgebracht. Zwei Jahre hat sie an ihrem Projekt gearbeitet. Nicht nur ein Buch und eine umfangreiche Internetseite mit Bildern, Filmen, Spielen, Musik und jeder Menge Geschichten und Informationen, sind dabei entstanden, sondern auch ein Konzept, wie die Geschichte des Buches und die Geschichte dieser Zeit vor mehr als 1200 Jahren Kindern in der heutigen Zeit spannend und lebendig vermittelt werden kann.

Kultur-AG des Arnoldinum

Im Unterricht lässt sich natürlich ein Ausflug zum Sachsenhof nach Greven unternehmen. Speziell für Schulklassen wurden dort Aktionsprogramme entwickelt, in deren Verlauf die Schüler nach einer kurzen Einführung die gesamte Anlage selbständig kennenlernen können. Eigenes Ausprobieren von Arbeitsprozessen wie Kornmahlen und Backen, Töpfern und Weben ermöglicht es den Kindern, Geschichte hautnah zu erleben.

Das Konzept wird von Ulrike Karau schon umgesetzt. Das Arnoldinum-Gymnasium in Burgsteinfurt gab der Lehrerin die Gelegenheit, während einer Projektwoche ihr Konzept den Fünftklässlern vorzustellen. Die Schüler lernten nicht nur, dass Windows ein Wort ihrer Vorfahren ist. Sie sangen auch das Lied "Als die Römer frech geworden". Dass die Varusschlacht dieses Jahr sich zum zweitausendsten Mal jährt, wussten die Schüler natürlich. Zum Schluss konnten die Mädchen und Jungen sogar ihre eigenen Namen mit Runen schreiben - eingeritzt in Salzteig.

15 besonders interessierte Kinder treffen sich nun in diesem Halbjahr einmal die Woche mit Frau Karau nachmittags in der Schule im Rahmen des offenen Ganztagsunterrichts. Sie werden unter anderem Schmuck aus Ton und Salzteig herstellen, filzen und weben mit Naturmaterialien, selbst einmal Korn mahlen und anschließend daraus Brot backen, eigene Kräutersalben entwickeln, die Runenschrift ausprobieren, Pferdeköpfe aus Holz gestalten, wie man sie bei den sächsischen Bauernhöfen kennt, mehr über die Götter- und Sagenwelt der Germanen erfahren und über die Tiere der Zeit: Bären, Wölfe, Luchse, Wisents und Wildpferde erfahren, eine Umfrage über die Vornamen mehrerer Generationen erstellen, eigene spannende Moorgeschichten schreiben, erfahren, dass Bier ein gesundes Nahrungsmittel war, mehr über Widukind und das weiße Pferd auf dem Wappen von NRW und über die Zeit vor tausend Jahren erfahren, die Zeit Karls des Großen und der Missionare Bonifatius, Liudger und Willibrord und natürlich die Geschichte des Buches lesen und dabei die Lebensweise der Menschen - vor allem der Kinder - zu dieser Zeit kennenlernen. Über die von Ulrike Karau gestaltete Internetseite können die Schüler ihr Wissen dazu noch selbstständig erweitern. Ein Vornamenslexikon verrät ihnen zum Beispiel die Herkunft und Bedeutung ihrer eigenen Vornamen.

Das Land NRW unterstützt Frau Karau bereits. Ihr Projekt wurde angenommen im Rahmen des NRW-Landesprogramms Kultur und Schule. Es trägt den Namen "Kinder erforschen Kultur und Tradition ihrer Vorfahren".

Westfälische Nachrichten – 18. Juni 2009

"Die Kinder vom Sachsenhof" werben für UNICEF

Burgsteinfurt - Auf Einladung der Steinfurter Unicef-Arbeitsgruppe liest Ulrike Karau am Dienstag und Mittwoch (23. und 24. Juni) um 10.15 Uhr im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse aus ihrem Buch "Die Kinder vom Sachsenhof".

Das Buch erzählt von den Kindern Swantje, Hildrun, Willi und Otto, die mit ihrer Familie auf dem Sachsenhof, nördlich von Münster wohnen. Es ist die Zeit des frühen Mittelalters, die Zeit Karls des Großen und des Heiligen Liudger. Die Kinder wachsen auf mit den Göttern Wodan, Donar und Freya. Der Alltag ist beschwerlich. Alle Bewohner des Sachsenhofes, von den Großeltern bis zu den Kindern müssen helfen, die Familie zu ernähren.

Lesung Mettingen UNICEF

Mädchen und Jungen im Grundschulalter sind eingeladen, vom aufregenden Alltag des Sachsenhofes zu hören. Der Termin am Mittwochvormittag ist vor allem für Schulklassen geeignet. Der Eintritt ist frei. Ulrike Karau würde sich aber über eine Spende zugunsten des Unicef-Projekts "Schule in der Kiste" freuen. Eine Ausstellung dieses Projekts zeigt Unicef noch bis zum 26. Juni im Foyer der Sparkasse.

Westfälische Nachrichten – 15. April 2009

Zurück zu den Wurzeln

Steinfurt - Wenn Ulrike Karau über unsere Vorfahren berichtet, über die Ära der Sachsenkriege nämlich, dann zieht die 41-Jährige ihre Zuhörer unweigerlich in ihren Bann. Wer mit offenen Augen durchs Leben gehe, sagt sie beispielsweise, entdecke, wie viele Details im heutigen Leben und Alltag auf jene Zeit vor 1200 Jahren zurückgehen. Das englische Wort "windows" etwa "kommt von den sogenannten Windaugen, die die Sachsen statt Fenstern in ihren Dächern hatten."

Womöglich ist die Globalisierung schuld: Schade findet die Grundschullehrerin aus Steinfurt jedenfalls, dass Kinder heutzutage mehr über die Ureinwohner Amerikas wissen - als über ihre eigenen Wurzeln. Das zu ändern, mag ihre Ursprungsidee gewesen sein. Denn als Ulrike Karau ihre Lehrerstelle gegen die Elternzeit tauschte, ihre beiden Kinder sind heute vier Jahre und 16 Monate alt, begann die 41-Jährige zu schreiben.

"Die Kinder vom Sachsenhof", heißt das von Oliver Greiss illustrierte Buch, das dabei herausgekommen ist. Zusätzlich hat Karau Arbeitsmaterialien für den Unterricht ersonnen und eine Internetseite entworfen. Dort können Schüler Geschichten lesen, deren Titel im Buch nur kursiv angedeutet sind, puzzlen, Musik anhören und über Info-Texte weiter in den geschichtlichen Hintergrund eintauchen. Den hat die Steinfurterin übrigens von Archäologen und Kulturamtsleitern prüfen lassen.

Das Feedback der Neun- bis Zwölfjährigen ist groß. "Hab das Buch durch, ist toll", verewigte sich jüngst ein Grundschüler via Netz. Vielleicht ist es ja das Fächerübergreifende, das die Kinder anspricht. Ein Konzept, das Karau bereits bei einem Projekttag an einer Mettinger Realschule ausprobiert hat. "Da können Schüler im Chemieunterricht Salben aus damals verbreiteten Heilkräutern zubereiten", erläutert die Fachfrau. Oder im Werkunterricht das weiße Pferd schreinern, das auf jene Zeit zurückgeht und heute das Wappen von Niedersachsen und NRW ziert. Mit ihrer Geschichte rund um die Christianisierung, der sie den Untertitel "Wie unsere Vorfahren von den Göttern zu Gott fanden" gab, geht sie demnächst im Rahmen des NRW-Landesprogramms Kultur und Schule an ein Burgsteinfurter Gymnasium und eine Grevener Grundschule. Auch wenn sie sich nicht als Künstlerin sieht, wünscht sich die Autorin schlicht, so viel wie möglich vor Kindern zu lesen. Zudem steht sie mit dem Filmservice Münsterland in Kontakt, ein Drehbuch zu schreiben.

Ein Traum, den sie nur stockend preisgibt, ist übrigens jener: "Deutsche Schüler in Amerika für ihre Wurzeln zu begeistern." Das aber sei noch Zukunftsmusik.

VON JULIA GOTTSCHICK, MÜNSTER

Der Wochenanzeiger – 15. April 2009

Die Wahl-Burgsteinfurterin bekam die Idee zu "Die Kinder vom Sachsenhof", als sie als Lehrerin mit ihrer integrativen Klasse die regionale Geschichte behandelte. Plötzlich tauchten Fragen auf, die sie selbst erst recherchieren musste. Dabei kam ihr die Idee, eine Geschichte über die Christianisierung unserer Vorfahren, der Menschen in Westfalen, zu schreiben.

Diese Geschichte spielt auf dem Sachsenhof, einer mittelalterlichen Siedlung in der Nähe von Greven, die originalgetreu wieder aufgebaut wurde und besichtigt werden kann.

Swantje ist die zehnjährige Schwester von Otto und Willi. Weil sie vor einem Jahr einen Unfall hatte, bei dem sie sich ihr Bein brach, hat sie jetzt ein steifes Bein bekommen, mit dem sie nicht gut laufen kann. Deswegen ärgern und beschimpfen ihre Geschwister sie manchmal...

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