Die ersten Aufzeichnungen, die es über Zauberei gibt, wurden schon vor fast 4000 Jahren gefertigt. Bereits damals sprachen sich Gesetzestexte gegen Zauberei aus. Schon seit langer, langer Zeit wurden verschiedene Methoden, zum Beispiel die Deutung der Sternenanordnung, wie sie Astrologen betrieben, genutzt, um in die Zukunft zu sehen, oder für eine gute Ernte zu sorgen. Aber die Menschen fürchteten sich vor allem, was sie nicht als normal ansahen.
Unerklärliche Dinge wurden daher häufig Menschen zu geschrieben, die sich nicht gut dagegen wehren konnten. Oftmals wurden diese Menschen beschuldigt an Unwettern oder sogar am Tod von Menschen, die sie gar nicht kannten, Schuld zu sein. Besonders gerne schrieb man sie dabei den Frauen zu, die in der damaligen Gesellschaft eine untergeordnete Rolle einnahmen.
Bereits in der christlichen Kultur und in der Bibel wurde Magie als Sünde angesehen und im Mittelalter wurden die ersten Prozesse und Untersuchungen gegen Hexen und Zauberer unternommen. Dies spitzte sich immer weiter zu und aus Angst und Aberglaube wurden vom 16. bis 18. Jahrhundert viele Menschen gefoltert und gefangen genommen, weil man meinte, sie seien einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Besonders Frauen wurden beschuldigt, da man glaubte, dass sie redseliger und leichtgläubiger und deshalb leichter vom Teufel verführbar gewesen seien sollten.
Die angeblichen Hexen wurden manchmal so lange gefoltert, bis sie Taten gestanden, die sie nie begangen hatten. Vermeintlich "schuldige" Hexen wurden dann meistens qualvoll auf Scheiterhaufen verbrannt. Manchmal wurden Frauen verdächtigt, die eng mit der Natur verbunden, heilkundig, oder Hebammen waren. Bis heute ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, ob diese Frauen besonders gefährdet waren, weil Hebammen und weise Frauen in der Gesellschaft oft sehr geschätzt wurden. Das Hexenwissen steht jedoch in enger Verbindung zu dem, was über weise Frauen bis heute überliefert wird.