Die Herstellung von Stoffen war eine wichtige Arbeit im germanischen Alltag. Frauen und Mädchen verbrachten viele Stunden mit Spinnen, Weben und Färben.

Das Spinnen - Vom Schafsfell zum Faden

Handspindel

Das Spinnen war die erste Stufe der Stoffherstellung. Mit einer Handspindel wurden die Wollfasern zu einem langen, gleichmäßigen Faden gezwirnt.

Diese Arbeit erforderte viel Geschick und Geduld. Ein geübte Spinnerin konnte stundenlang arbeiten und dabei lange Fadenstränge herstellen.

Das Weben - Fäden werden zu Stoff

Weben

Auf einem Webstuhl wurden die gesponnenen Fäden zu Stoff verwoben. Die Germanen verwendeten meist senkrechte Webstühle, bei denen die Kettfäden mit Gewichten gespannt wurden.

Das Weben war eine komplexe Arbeit. Geschickte Weberinnen konnten Muster in den Stoff einarbeiten.

Das Färben - Farbe ins Leben

Gefärbte Wolle

Die Germanen verwendeten Pflanzenfarben zum Färben ihrer Stoffe:

  • Rot: aus Krapp oder Färberröte
  • Blau: aus Färberwaid
  • Gelb: aus Färberkamille oder Birkenblättern
  • Braun: aus Walnussschalen oder Eichenrinde
  • Grün: durch Mischen von Blau und Gelb

Das Färben war eine Kunst für sich. Die Farben mussten haltbar sein und durften beim Waschen nicht verblassen.

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