Die Sachsen
Ursprung Windows
Was hat dein Computer mit den Sachsen zu tun? Sie haben ihm ihr Wort gegeben. Kannten sie ihn?
Als in den 90er-Jahren die Computer-Firma „Microsoft“ einen Namen suchte für ihr neuentwickeltes grafisches Betriebssystem, hat sie bestimmt nicht an die Sachsen gedacht. Aber es waren die Angelsachsen in Britannien, die dem sächsischen Wort „Windaugen“ die Übersetzung „windows“ gaben.
Und dieses Wort kennt man fast auf der ganzen Welt. Es ist der Name des Betriebssystems, mit dem wahrscheinlich auch dein Computer arbeitet. Wie viele Fenster hast du denn gerade geöffnet? Ein Klick mit der Maustaste und eine Seite öffnet sich wie ein Fenster. Dass „windows“ im Deutschen „Fenster“ bedeutet, wusstest du doch bestimmt?
Windauge = window
Quelle: Ulrike Karau – Foto von einem Windauge des SachsenhofesAuf diesem Bild siehst du das Windauge des Sachsenhofes. Die Sachsen haben damals noch keine Fenster gekannt.
Um aber den Rauch des Feuers aus ihren Häusern entweichen lassen zu können, ließen sie im Giebel des Daches Windöffnungen – „Windaugen“. So konnte der Wind von der einen Seite hineinblasen und den Rauch zur anderen Seite hinausziehen lassen. Ganz einfach und praktisch – so wie das Klicken der Maustaste zum Öffnen der Seiten auf deinem Computer.
Damit aber keine bösen Geister durch das Windauge schlüpfen konnten, schützte man es mit magischen Zeichen: Deine Vorfahren hängten z. B. die Köpfe toter Pferde daran. Das Märchen Falada erinnert an diese Sitte.
Heute siehst du Pferdeköpfe an den Giebeln der Häuser nur noch geschnitzt aus Holz.