Die Sachsen
Das Sachsenross – Pferd der Sachsen
Das Sachsenross ist als Bild in unserer Gegend weit verbreitet. Zum Beispiel siehst du es als Symbol für die niedersächsische, westfälische und nordrhein-westfälische Fahne. Es war ein Sinnbild für die Sachsen – ein Volk, das immer schon einen engen Bezug zu Pferden hatte und bei dem die Pferdezucht eine lange Tradition hat.
Das Bild „Weißes Pferd auf rotem Grund“ ist dir sicher schon oft begegnet. Hier siehst du es als Emblem von Westfalen.
Quelle: WikipediaDie Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen tragen ebenfalls das Sachsenross auf ihren Fahnen.
Als sich aufbäumendes Ross begegnet dir das Sachsenross sogar als Denkmal.
Im westfälischen Dülmen leben übrigens die letzten noch lebenden Wildpferde Deutschlands. Unter www.wildpferde.de kommst du auf die Internetseite.
Die Dülmener Wildpferde.
Quelle: Ulrike Karau – Dülmener WildpferdeGrauenhaft, aber wahr: Die heidnischen Sachsen brachten ihren Göttern nach einer gewonnenen Schlacht die Pferde der Besiegten als Opfer.
Und nicht so grauenhaft: Zum Schutz vor bösen Geistern brachten deine Vorfahren Pferdeköpfe an die Giebel ihrer Dächer an. Diese Tradition hat auch heute noch Bestand, wie du sehen kannst. Aber heute zeigt es wohl eher die Verbundenheit dieser Höfe zur Pferdezucht.
Pferdeköpfe am Giebel eines Hofes im Münsterland.
Quelle: Ulrike Karau – Häuser im Münsterland
Ein weiterer Pferdekopf-Giebel – oben im Ausschnitt vergrößert.
Quelle: Ulrike Karau – Häuser im MünsterlandBis heute begegnet dir das Sachsenross übrigens auch in ganz moderner Gestalt.
Sogar als moderne Lichtskulptur lebt das alte Sachsenross weiter.