Germania
Bräuche und Feste der Germanen
In der Geschichte des Buches freut sich Swantje auf das Frühlingsfest. Hier wird dir die Bedeutung dieses Festes erklärt!
Frühlingsfest
Am 21. März feierte man die TagundNachtgleiche. Das bedeutet auch heute noch: an diesem Tag gibt es 12 Sonnenstunden und 12 Nachtstunden. Die Germanen zündeten dazu ein Feuer an, um den Winter zu verbrennen.
Man glaubte, dass das Feuer eine reinigende Wirkung hätte und die keimende Saat vor bösen Geistern schützte. Die Asche wurde dabei auf die Felder verteilt.
Mitwinternacht - Die Wurzeln von Weihnachten
Weil der 24. Dezember der erste Tag ist, der wieder länger wird, feierten die Germanen an diesem Tag das Fest der Wintersonnenwende: die Wiedergeburt des Lichtes. Zwölf heilige Nächte folgten damals der Mitwinternacht. Sie hießen die “wiehen nachten”, woher unser Wort Weihnachten kommt.
Und weshalb das Wort “Weihnachten” eine Mehrzahlbildung ist, dem Wortsinn nach also mehrere Nächte meint.
Der Missionar Bonifatius wandelte dieses Fest um in ein christliches Fest, nämlich das der Geburt Jesu.
Rauhnächte
Die vier wichtigsten Rauhnächte wurden am 21. Dez., 24. Dez., 31. Dez. und am 5. Januar gefeiert.
Es ist eine Zeit der Geisteraustreibung und -beschwörung. Nach dem Glauben der Germanen ritt Wodan mit seinen toten Kriegern durch die Wälder und die Germanen blieben daher lieber in ihren Häusern, die sie mit grünen Zweigen schmückten.
Karl der Große ließ jeden, der die alten Riten feierte, mit dem Tode bestrafen.
Faselzeit - Vom germanischen Fest zum Karneval
Ende Februar feierten einige germanische Volksstämme das Ende des harten Winters mit einem Ausmaß an Lebendigkeit. Heute kennen wir noch die daraus entstandene Fastnacht – den Karneval.
Bonifatius, der Apostel der Deutschen, führte im Jahre 743 die Fastenzeit ein. Christen war es in dieser Zeit bis Ostern verboten, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Wein zu essen und zu trinken.
Walpurgisnacht - Der Tanz in den Mai
Am 30. April feiern wir auch heute noch den “Tanz in den Mai”. Bei den Germanen feierte man mit Freudenfeuern und befragte die “weisen Frauen” – die “Hagazussen” – die “Hexen” nach der Zukunft.
Mittsommer - Johannistag
Am 21. Juni haben wir die kürzeste Nacht des Jahres. Die Germanen feierten wieder ausgiebig. Zur sommerlichen Tag-und Nachtgleiche wird ein Feuer entzündet.
Dabei galten die Kräuter, die sie an diesem Tag sammelten, als besonders heilkräftig.