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Die Varusschlacht oder die Schlacht am Teutoburger Wald Drucken E-Mail

Auf dieser Seite wird noch mehr über die Zeit der Germanen weit vor dem Frühen Mittelalter berichtet


Im Besonderen möchten wir dir über die Schlacht am Teutoburger Wald erzählen.


kalkrieseeisernemaske.jpg
Wie du vielleicht weißt, haben die Germanen im Jahre 9 nach Christus die Römer aus unserem Land vertrieben.

Quelle der Bilder: Ulrike Karau - Ausstellung Varusschlacht - Kalkriese

Im Jahre 2009 wird die Varusschlacht natürlich ausgiebig gefeiert.


Bei den anderen Internetseiten kannst du dir die Internetseite: www.kalkriese-varusschlacht.de hierzu anklicken.











Sicher kennst du Asterix und Obelix! Die beiden lustigen Zeichentrickfiguren: Gallier, die ihren kleinen Ort immer wieder gegen die Römer verteidigen mussten. Julius Cäsar und Cleopatra sind dir aus dieser Geschichte sicher bekannt.

Aber hast du schon mal von Arminius, dem Fürsten der Cherusker, gehört?

Er war es, der die Römer wirklich besiegte – hier bei uns in Germanien. Auf dem Bild unten siehst du, wie man ihn sich vor mehr als 100 Jahren vorgestellt hat. Zu dieser Zeit war er eher bekannt als "Hermann". Diesen deutschen Namen bekam er übrigens von Martin Luther, dem deutschen Kirchenreformator.

Ein Fürstbischof hatte dann vor mehr als 350 Jahren die Schlacht am Teutoburger Wald in einer Landkarte eintragen lassen. Der machtbewusste Bischof konnte sich für die Schlacht keinen anderen Wald vorstellen als den vor seiner Haustür. Und der war bei Paderborn/Detmold!

Das Denkmal kannst du in der Nähe von Detmold besuchen. Bis vor zwanzig Jahren glaubte man übrigens noch, dass die "Hermannsschlacht" hier stattgefunden hatte.

hermann-30.jpg  Quelle des Bildes:   Ulrike Karau

Nur kurz:

Im Jahre 9 nach Christus Geburt führte er seine Stammesgenossen im Kampf gegen die römische Besatzung an. Germanien – das Land zwischen Rhein, Elbe und Donau war zu dieser Zeit von den Römern erobert worden. Sie führten ihre römischen Gesetze ein, wie z.B. die Erhebung von Steuern. Das musste natürlich zum Unmut der Germanen führen, die ja sehr freiheitsliebend waren.


In den einzelnen Stämmen kam es daher zu Auseinandersetzungen zwischen denen, die ihren Vorteil im Bündnis mit den Römern sahen, und denen, die Rom feindlich gesonnen waren. Arminius vom Stamme der Cherusker wurde Wortführer der Kritiker. Er war aber auch gleichzeitig ein germanischer Soldat der Römer und hatte das Vertrauen des römischen Statthalters Quintilius Varus.


In der Schlacht am Teutoburger Wald lockte er Varus und sein Heer in ein unwegsames Gelände (heutiges Bramsche-Kalkriese bei Osnabrück). Drei römischen Legionen – zwischen 10.000 und 20.000 Menschen – fanden hier den Tod.


"Quintilii Vare, legiones redde.

- Quintilius Varus! Gib mir meine Legionen

wieder!"


So soll Kaiser Augustus gesprochen haben, als er davon erfuhr.

Aufgeschrieben wurde dieser Spruch von einem römischen Geschichtsschreiber, Tacitus. Es gibt nur wenige Berichte über die Varusschlacht und sie alle stammen aus römischer Feder.  kalkriesetafel.jpg Seine "Germania" ist wohl die Bekannteste.

Wiederum war es ein Mönch, der diese Schriften aus jahrhundertealten Staubschichten einer einfallenden Bibliothek befreit hatte.





Wie findet man aber eine Schlacht, die vor 2000 Jahren stattgefunden haben soll?

Ein britischer Hobbyarchäologe entdeckte im Sommer 1987 einen römischen Münzschatz und Schleudergeschosse aus Blei: Der Schauplatz einer historischen Schlacht war gefunden.


In den folgenden Jahren wurden mehr als 11.000 Quadratmeter von Archäologen systematisch untersucht. Bis heute sind mehr als 6000 Fundstücke gefunden worden, die Zeugnis ablegen von heftigen Kampfhandlungen zwischen Römern und Germanen, darunter Waffen, Alltagsgegenstände und weit über tausend Münzen. Eine auf 400 Metern nachgewiesene, künstlich aufgeschüttete Wallanlage, an einigen Stellen mit einer Brustwehr versehen, zeigt, dass die Römer am Kalkrieser Berg, zwischen Wald und großem Moor, gezielt in einen Hinterhalt geführt wurden. Skelette verendeter Tiere wurde ebenso gefunden wie Menschenknochen, die Spuren von Gewalteinwirkung tragen.




kalkriesesknochenfunde.jpg























Aber nun glaube nicht, dass die Römer sich nicht gerecht haben. Arminius wurde in den folgenden Jahren von seinen eigenen Stammesleuten verraten und getötet. Seine Frau Thusnelda (das Wort "Tussi" stammt von diesem Namen) und sein dreijähriger Sohn Thumelikos wurden an die Römer ausgeliefert und ....


Kannst du es dir denken?

 
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