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Sagenhaftes Moor Drucken E-Mail

Moor – das Wort hast du sicherlich schon einmal gehört

 

Aber warst du auch schon mal in einem Moor? Vielleicht kennst du das Moor sogar sehr gut.

Die deutsche Dichterin „Annette von Droste-Hülshoff“ hat vor mehr als 100 Jahren ein Gedicht hierzu geschrieben: „Der Knabe im Moor“. Unter Moorgeschichte links unten kannst du es lesen.

In der Bildergalerie findest du weitere Moorbilder.

 

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Aber was ist nun ein Moor?

 

Moore entstehen nur dort, wo es sehr feucht ist. Sie bilden sich oft in Mulden oder Flussniederungen oder entwickeln sich an Orten, an denen es viel regnet. Im Boden  muss eine wasserstauende Schicht vorhanden sein und die Produktion an Pflanzensubstanz muss die durch Zersetzung verloren gehende übertreffen. Und als Letztes darf das Gebiet, in dem ein Moor entstehen kann, nicht beschattet sein.

 

Vielleicht kennst du das Emsdettener Moor oder das Venner Moor bei Senden, den Torfmoorsee bei Hörstel, das Hochmoor bei Gescher, das Zwillbrocker Venn oder das Teufelsmoor in Niedersachsen. Im offenen Hochmoor ist es an Sonnentagen heißer als in der Umgebung. Sie sind daher kontinentale Klimainseln in unserem altlantisch geprägten Raum. Im Zwillbrocker Venn gibt es übrigens eine in Deutschland einzigartige Flamingo-Brut zu entdecken. 

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Quelle des Bildes: Ulrike Karau

 

Wenn dir das Moor bis jetzt unbekannt geblieben ist, dann empfiehlt es sich bei Sonnenaufgang so ein Moor zu entdecken! Aber Warnung: Das Moor ist gefährlich! Nur auf den ausgeschilderten Wegen darfst du dich bewegen – natürlich in Begleitung eines Erwachsenen!

 

Doch Moore sind auch selbst gefährdet! Menschen haben schon viele Moore zerstört, oft um den Torf abzubauen. Den Torf hat man vor allem früher zum Beispiel zum Heizen benutzt. Außerdem haben die Leute viele Moore trockengelegt, etwa um das Land benutzen zu können. Heute drohen viele Moore wegen der Klimaerwärmung auszutrocknen. Das wäre eine Katastrophe!

 

Moore sind die Klimaanlagen der Erde!

Die Moorpflanzen speichern schädliches Kohlendioxid – CO2. So ist weniger von diesem Gas in der Luft. Pflanzen nehmen das CO2 aus der Luft auf und bauen es in ihre Stängel und Blätter ein. In Mooren wird davon besonders viel gespeichert. Das liegt daran, dass die Pflanzen dort meistens nicht richtig verwesen. So entstehen dicke Torfschichten. Das gebundene Kohlendioxid bleibt wie ein Schatz unterirdisch vergraben. Es entweicht nicht in die Luft.

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Moore bunkern ganz viel von dem schädlichen Kohlendioxid. Sie speichern ungefähr doppelt so viel davon wie alle Wälder der Erde zusammen. Das haben Fachleute ausgerechnet.

 

 


 
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